White Balance

Fotoserie 1 - 8 | C-Print Grossformat | 2008

Der Weissabgleich (engl. white balance, WB) dient dazu, die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort zu sensibilisieren. Auch das menschliche Auge verfügt über diese Fähigkeit der chromatischen Adaption. In der Physiologie automatischer Weissabgleich (White balance) genannt, ist die Fähigkeit des Auges durch die der Mensch einen Wechsel der Farbtemperatur des Umgebungslichtes subjektiv kaum wahrnimmt. So wird ein weißes Blatt Papier sowohl unter Kunst-, als auch unter Tageslicht immer als gleich weiß angesehen.

Fotographien von Schneelandschaften. Bei näherem Hinschauen ist eine weissgekleidete Figur wahrnehmbar, die im Schnee liegt. Gefallen? Geworfen? Woher kommt sie? Was ist ihr zugestossen? Wieder ist der Aspekt der eigenen Wahrnehmung und der eigenen Klärung gefordert. Der Mensch fühlt, wie „fremd” alles ist, die Außenwelt und ihre Sinnlosigkeit bringen ihn, der stets nach Sinn strebt, in existentielle Konflikte. Dabei macht das Absurde vor niemandem halt. Dies stammt aus der Gedankenwelt von Albert Camus, der sich Zeit seines Lebens mit dem Absurden auseinandersetzte: „Das Absurde kann jeden beliebigen Menschen an jeder beliebigen Straßenecke anspringen”. Für Camus besteht das Gefühl des Absurden also in der Entzweiung des sinnstrebenden Menschen und der sinnleeren Welt.